Faszien - So versteht es jeder

Faszien leicht erklärt

Unser Körper ist äußerst komplex aufgebaut. Für den Informationsaustausch sorgt unser Gehirn, das Gerüst unseres Körpers wird durch die Knochen gebildet und die Beweglichkeit wird durch unsere Gelenke und das Faszien Netzwerk gewährleistet. Ein Netzwerk, das wir aufrechterhalten sollten, um gesund zu leben. Die Faszie, unser myofasziales (myo = Muskel) Netzwerk, ist wie ein innerlicher Ganzkörperanzug zu betrachten, der sich ununterbrochen durch unseren Körper zieht. Ist eine Stelle verklebt, kann es daher auch an anderer Stelle wehtun oder sogar so weit gehen, dass das Gewebe an anderer Stelle reißt.

 

Alle Körpertherapeuten haben im Laufe ihrer Ausbildung unter anderem den Ansatz und Ursprung einzelner Muskeln gelernt. Das zu wissen ist äußerst wichtig, aber das ist noch lange nicht alles, um Bewegungen und Funktionen verstehen zu können. Es sind die myofaszialen Verbindungen einzelner Muskelfasern, Muskelbündel und ganzer Muskeln, die die Funktionen unseres Körpers möglich machen. Diese myofaszialen Verbindungen spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Kraft, Stabilität, Beweglichkeit, Ausdauer und auch für unsere Koordination.

Faszien sind wie Frischhaltefolien

Vorstellen kann man sich diese Verbindungen wie zwei Lagen Frischhaltefolie: Liegen diese direkt übereinander, verkleben sie sich sofort und bilden einen funktionslosen Klumpen. So oder so ähnlich sieht fasziales Bindegewebe nach ca. sechswöchigem Gips aus. Schöner erscheint die Vorstellung, zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ist ausreichend Wasser. Dies ermöglicht einerseits einen engen Kontakt zwischen den Schichten, während sie gleichzeitig gleiten und ohne Restriktionen funktionieren können.

Je reibungsloser die Kraftweiterleitung und -verteilung in der Faszie ist, desto eher können hohe Belastungen ausgehalten und Verletzungen vermieden werden. Ganz gleich, welche Sportart man betreibt: Ein sauber gleitendes und restriktionsfreies fasziales Bindegewebe ist für eine optimale Kraftweiterleitung – und die benötigt jeder (!) – und für einen schmerzfreien Alltag unerlässlich.

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